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Die Stiftung für Konkrete Kunst und Design wurde durch die Gründungsstifter Ingeborg und Ludwig Wilding und die Stadt Ingolstadt ins Leben gerufen. Sie wurde im Frühjahr 2007 von der Regierung von Oberbayern genehmigt und wird im Rahmen der Audi ArtExperience unterstützt.
Ziel der Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt ist es, Nachlässe bedeutender Künstler und Designer zu sichern und die künstlerischen und gestalterischen Ideen weiterhin zu vermitteln. In enger Zusammenarbeit mit dem Museum für Konkrete Kunst werden Ausstellungen konzipiert und präsentiert. Ein zentrales Anliegen ist außerdem die wissenschaftliche Forschung und die Auseinandersetzung mit den der Stiftung übergebenen Werkkonvoluten.
Das Ziel der Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt ist es,
die ihr anvertrauten Arbeiten zu bewahren und die künstlerischen bzw. gestalterischen Werke lebendig zu halten.
Die Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt hat die Förderung, Pflege und Weiterentwicklung von Konkreter Kunst und Design, insbesondere durch die Aufnahme und Pflege von Nachlässen und Zustiftungen, zur Aufgabe. Neben Inventarisierung, Lagerung, Erhaltung und Restaurierung der ihr übergebenen Werkkonvolute, zählt die Förderung von Ausstellungen, Projekten und Publikationen, aber auch der wissenschaftlichen Forschung zu ihren Hauptaufgaben. Öffentliche Präsentationen, aber auch die Präsenz auf dem Kunstmarkt sollen die Relevanz der Werke zeigen und stärken.
Bisher gibt es in Deutschland keine Institution, die sich ausschließlich der Aufnahme und Pflege von Künstler- und Designernachlässen widmet. Durch die Gründung der Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt wird diese Lücke nun geschlossen. Wie das Museum für Konkrete Kunst bereits mit zahlreichen Ausstellungen zeigen konnte, besteht ein enger Zusammenhang zwischen Konkreter Kunst und Design – viele Konkrete Künstler waren auch als Gestalter tätig. Da die Stiftung eng mit dem 1992 gegründeten Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt zusammenarbeiten wird, entsteht in Ingolstadt ein einmaliges Kompetenzzentrum für die Theorie und Geschichte der Konkreten Kunst und ihr besonderes Verhältnis zum Design. Die Stiftung für Konkrete Kunst und Design ergänzt das Museum für Konkrete Kunst und erweitert das dauerhafte Engagement der Stadt Ingolstadt für Konkrete Kunst und Design. In Zusammenarbeit mit dem MKK werden Ausstellungen organisiert und Kataloge erstellt, die das jeweilige Werk und die damit verbundenen Ideale, Ideen und Konzepte der Öffentlichkeit präsentieren und zugänglich machen.
Aufgrund der guten Kontakte des Museums für Konkrete Kunst haben bereits eine Reihe von Künstlern und Designern großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit der Stiftung bekundet. Der erste Künstler, dessen Werk umfangreich gewürdigt und in mehreren Schritten der Stiftung übergeben wurde, ist Professor Ludwig Wilding.
Finanzierung
Das Stiftungsvermögen, das dauerhaft und ungeschmälert erhalten bleiben muss, kann durch Zustiftungen erweitert werden, wobei der Stifter den Zweck seiner Zustiftung selbst bestimmen kann.
Die Tätigkeiten der Stiftung, die eine wissenschaftliche Mitarbeiterin betreut, werden teilweise im Rahmen von Audi ArtExperience finanziert. Darüber hinaus hat sich die Stadt Ingolstadt verpflichtet, der Stiftung im Museum für Konkrete Kunst und in dessen Depots solange angemessene Räumlichkeiten unentgeltlich zur Verfügung zu stellen und Ausstellungen zu ermöglichen, bis diese Aufwendungen durch die Stiftung aus ihrem eigenen Vermögen bestritten werden können.
Struktur
Organe der Stiftung sind der Stiftungsrat und der Stiftungsvorstand. Vorstandsvorsitzender ist der Leiter des Museums für Konkrete Kunst, ein bis zwei weitere Mitglieder des Vorstands werden vom Stiftungsrat bestellt. Dieser besteht aus mindestens vier und höchstens zehn Mitgliedern. Er setzt sich zusammen aus dem Oberbürgermeister (Vorsitzender) und dem Kulturreferenten der Stadt Ingolstadt (stellvertretender Vorsitzender), zwei Mitgliedern des Stadtrates und den beiden Gründungsstiftern. Für Kooperationspartner der Stiftung stehen ebenfalls zwei Sitze im Stiftungsrat zur Verfügung. Die Stiftung untersteht der Aufsicht der Regierung von Oberbayern.
Tränktorstraße 6–8
85049 Ingolstadt
Telefon +49 841 3051824
Telefax +49 841 3051877
Hermann Bartels – Malerei zwischen Fläche und Raum
Ausstellungsdauer: 21.11.2010 – 23.01.2011
Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst
Eröffnung: Samstag, 20. November 2010, 19.30 Uhr
Hermann Bartels (1928-1989) gehörte seit den fünfziger Jahren zu den Protagonisten der tachistischen und neuen monochromen Malerei in Deutschland. Später fand er zu gänzlich neuartigen bildnerischen Lösungen, die im Montieren von Bildobjekten aus mehreren Elementen lagen. Die Auseinandersetzung mit dem Bild und somit eine der Grundfragen der Konkreten Kunst blieb Zeit seines Lebens Bartels’ grundlegendes künstlerisches Prinzip. Herman Bartels wird als mittlerweile 12. Künstler 2010 in die Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt aufgenommen.
Die Ausstellung ist eine Kooperation der Stiftung für Konkrete Kunst und Design Ingolstadt und dem MKK.
Hermann Bartels: No. 374 (ovales Drehflügelobjekt),
1968, © VG Bild-Kunst, Bonn 2010